Fürstenstein


AdresseVilshofener Straße 9
D-94538 Fürstenstein
E-Mail
Telefon(08504) 9155-23
Fax(08504) 915543
Websitewww.fuerstenstein.de



Pilgertipps (Touren, Kulinarisches, etc.)

Pilgerstempelstellen:

Rathaus Fürstenstein

Vilshofener Str. 9, 94538 Fürstenstein

Einwohnermelde- und Passamt

Zimmer 1, EG

 

Shell-Tankstelle Uhrmann

Vilshofener Str. 4, 94538 Fürstenstein



Pilgerwegbeauftragte(r)

Pilgerwegbeauftragter von Seiten der Gemeindeverwaltung:

Herr Tobias Klessinger

Vilshofener Str. 9, 94538 Fürstenstein

Tel.: 08504/9155-23

E-Mail: tobias.klessinger@fuerstenstein.de



Übernachtungsmöglichkeiten

Folgende Übernachtungsmöglichkeiten im Umkreis von zwei Kilometern entlang des Pilgerweges "VIA NOVA" bieten sich an:

Gasthöfe: Gasthaus Kerber (Dreiburgenstr. 30, 94538 Fürstenstein, OT Fürstenstein, Tel. 08504/1645) - Gasthof "Zur Post" (Bergstr. 13, 94538 Fürstenstein, OT Fürstenstein, Tel. 08504/1615) - Gashaus Streibl (Kirchstraßem 1, 94538 Fürstenstein, OT Oberpolling, Tel. 08504/1729)

Gastgeberverzeichnis der Gemeinde Fürstenstein

 



Leitspruch

Das VIA NOVA-Motto "Einblicke – Ausblicke" lässt sich entlang des Pilgerweges an vielen Stellen erleben. Neben vielfältigen Ausblicken über die Landschaft und über Gemeindegrenzen hinaus eröffnet dieser VIA NOVA-Abschnitt in der Realität auch Einblicke mit dem Umgang mit Vergangenheit und Gegenwart sowie spirituell in Bezug auf die Marienwallfahrt.


Begleitprojekte

Via Nova-Sitzstein in Nammering

VIa Nova-Stein in Nammering

(Das Bild zeigt v. l. Betreuer der Wanderwege Alois Mandl, VIA NOVA-Beauftragten Tobias Klessinger und Bürgermeister Gawlik.)

 

Am 26.09.2015 fand um 14.30 Uhr in Schweiklberg eine ökumenische Andacht anlässlich des 10-jährigen Bestehens der VIA-NOVA statt. Dazu fanden Pilgerwanderungen aus ganz Niederbayern und Österreich statt. Auch aus der Gemeinde Fürstenstein machten sich am 26. September Wanderer auf nach Schweiklberg.

Rechtzeitig zum Jubiläum wurde der VIA NOVA-Sitzstein am Pilgerweg auf einer Anhöhe über Nammering an der Gramletstraße aufgestellt und beschriftet. Dank gebührt hier dem Grundstückseigentümer Josef Kusser, dem Granitwerk Gebrüder Kusser, dem Bauhof der Gemeinde sowie dem Steinmetz Manfed Himpsl für die Inschrift. Als markantes Zeichen in der Landschaft weist der tonnenschwere Stein nicht nur den Pilgern den Weg, er symbolisiert auch den Steinreichtum der Granitgemeinde Fürstenstein und lädt nicht zuletzt zum Rasten und Verweilen und zum Genießen des herrlichen Ausblicks ein.

 

 

 

 



Historische Informationen

Geschichte des Ortes

Die Gemeinde Fürstenstein im Regierungsbezirk Niederbayern gehörte den Grafen de la Perusa. Seit 1777 gehört der Ort zu Bayern. Es handelte sich um eine geschlossene Hofmark, deren Sitz in Fürstenstein war. 

Von weitem sichbar thront auf einem 578 Meter hohen Felsrücken Schloss Fürstenstein über dem Dreiburgenland. Die fürstlich anmutende Schlossanlage ist zugleich Namenspatron für die rund 3.500 Einwohner zählende Gemeinde und begleitete ihre Bewohner durch die rund tausendjährige wechselvolle Ortsgeschichte. 

Wer sich näher mit der Entwicklung Fürstensteins befasst, bemerkt schnell, dass sich die Geschichte des Ortes weitgehend mit der Historie des Schlosses deckt. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wann genau die Burganlage erbaut wurde. Fest steht nur so viel: Die Grafen von Hals sind als früheste Besitzer der Burg bekannt. In einem erbitterten Machtkampf eroberte im Jahre 1332 Herzog Heinrich der Nattemberger die Festung und zerstörte sie mit all ihren umliegenden Gehöften. 

Mehrere Jahrzehnte müssen wohl verstrichen sein, bis einer der Nachfolger Heinrichs das in Schutt und Asche liegende Schloss wieder aufbaute. Seine Besitzer waren in zeitlicher Reihenfolge: Hezog Albrecht von Bayern, Landgraf Johann von Leuchtenberg, die Schwarzensteiner und Taufkirchner, Nothaft von Wernberg sowie die Adelsfamilien Perusa und Oyen. Zusammen mit seiner Ehefrau Martha von Taufkirchen errichtete Hans Christof von Türkheim im Jahre 1629 eine Schlosskapelle nach dem Vorbild der Altöttinger Gnadenkapelle. 

Bei einem verheerenden Brand wurde 1848 das Schloss fast vollständig zerstört. J. R. Schuegraf beschrieb den Zustand des Schlosses wie folgt: "Unbewohnt, von allen Seiten der Fenster und des Daches beraubt, hier und dort eingefallene Mauern, gleicht jetzt die Burg einer hohlen Larve, einem Gespenst. Bald werden wir wieder eine Burgruine mehr im Bayerischen Wald zählen."Diese Prophezeiung Schuegrafs bewahrheitete sich damals zum Glück nicht. Die nach dem Brand notdürftig wieder hergerichtete ehemalige Ritterburg fand nämlich einen großherzigen Gönner, den Passauer Bischof Heinrich von Hofstätter. 1861 erwarb er die Brandruine für 2.300 Gulden und ließ sie für die einst stolze Summe von über 82.000 Gulden vollends instand setzen. 

Anschließend übereignete Bischof Heinrich das Schloss dem Orden der Maria-Ward-Schwestern, die dort anfangs eine Mädchenschule sowie kurz darauf eine Anstalt für verwahrloste Kinder unterhielten. Schließlich entwickelte sich aus der "Rettungsanstalt" eine renommierte Heimvolksschule für Buben. 

Während des 2. Weltkrieges wurde das Schloss in ein Lazarett für Verwundete umfunktioniert und beherbergte nach Kriegsende ab August 1945 für einige Monate bis zu hundert Lungenkranke.

Im September 1946 konnte die Heimvolksschule ihren Betrieb wieder aufnehmen. Zu Spitzenzeiten wurden über 230 Schüler unterrichtet. Rückläufige Schülerzahlen und Nachwuchsmangel an Ordensschwestern zwangen die Maria-Ward-Schwestern jedoch, die Pforten der Heimvolksschule im Herbst 2001 zu schließen und das Haus aufzugeben.

Seit Mai 2007 befindet sich das Schloss in Privatbesitz.



Sehenswürdigkeiten

Felsmassiv "Am hohen Stein"

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Ehemalige Klosterkirche im Schloss Fürstenstein

Filialkirche St. Hartmann Oberpolling

Pfarrkirche St. Florian Nammering

Schloss Fürstenstein

Naturidyll Kollnbergmühle