Pilger gehen den Weg

Pilger gehen den Weg um aufzubrechen in das Unbekannte.

Verlassen die Sicherheit, um Neues zu öffnen

Brechen auf um alte Gewohnheiten, alten Ballast abzuwerfen.

Spüren das Lebendige des Weges durch den Raum der Hoffnung.

Pilger gehen gemeinsame Wege des Friedens, der Religionen, der Begegnung über alle Grenzen.

Pilger spüren die Spannung zwischen Bewahren und Erneuern.

Pilger sehen die Notwendigkeit zur Umorientierung von materiellen Werten zu

den ideellen Massstäben und zu einem Leben in Würde.

Pilger gehen mit Offenheit und Aufmerksamkeit für die umgebende Wirklichkeit

durch die Gott mit uns in Verbindung tritt.

Pilger gehen den Weg zu sich selbst, sie entschleunigen ihr Lebens-Tempo um ganz  

individuelle Freiheit zu finden.

Pilger sind Bewahrer der Schöpfung Gottes

Pilger sehen die Schönheit der Natur und fühlen die Verantwortung und Achtung

für die Erde, für Luft, Wasser, Pflanzen, Bäume, Tiere.

Pilger sehen nicht das Ziel, sondern das Gehen des Weges selbst.

Das Bewusstsein als Menschen immer unterwegs zu sein, zu unserer ewigen Heimat in Gott.

                                                                                                                       Text: Erdmut Pawlischtschko

 

Ich habe Zeit

Nichts drängt sich auf, das zu tun wäre

Die Zeit hat heute ein anderes Mass,

fern vom Alltag, der Arbeit.

Der Terminkalender hat keine Bedeutung.

 

Ich bin frei von Verpflichtungen, von Gewohnheiten,

vom Denken an das Unerledigte.

Ich habe Zeit,

zu betrachten, zu bewundern, zu entdecken.

Ich habe Zeit,

einen neuen Geschmack am Leben zu finden.

 

Sich in Bewegung setzen

mit Bedacht, nicht zu hastig.

Die ersten Schritte sind leicht.

Vieles ist da, das ich kenne,

aber noch nie so gesehen habe.

Ich will offen sein

für das, was ist,

für das, was kommt.

 

Den Alltag lass ich zurück.

Ich werde ihn später wieder finden.

Jetzt bin ich hier.

 

Wirklichkeit in mich aufnehmen,

Landschaft und Himmel, Wind und Sonne,

Gerüche und Düfte, Wärme und Stille.

 

Wahrnehmen, was in mir ist,

meine eigene Wirklichkeit:

Was bewegt mich?

Was gibt mir Sicherheit?

Was beunruhigt mich?

Womit bin ich zufrieden?

Was sollte noch geschehen?

Auf wen kann ich bauen?

Wen trage ich in mir?