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Durch Pilgern „neue Wege“ finden



Die „Via Nova“ ist nicht nur ein relativ neuer Pilgerweg durch Europa. Der Name kann auch im übertragenen Sinn übersetzt werden, weil man durch das Pilgern einen neuen Weg des Lebens finden kann.

 

 

 „Das ist doch selbstverständlich, dass man als Obmann der ‚Via Nova‘ den Weg auch selbst gegangen ist“, sagt Josef Guggenber­ger. Seit vier Jahren steht er dem Verein „Europäischer Pilgerweg – Via Nova“ vor. Als Bürgermeister der Gemeinde Berndorf im Flachgau, die an der „Via Nova“ liegt, war er mit der Idee dieses 2005 eröffneten Pilger­wegs natürlich bestens vertraut. Vor zehn Jahren begann er, sich dann selbst auf den Weg zu machen und hat die gesamte 1200 Kilometer lange Strecke etappenweise in 47 Tage alleine absolviert.

Vision. Am Anfang des Europäischen Pilger­weges stand eine Vision. Am prägnantesten ist sie mit der Übersetzung der lateinischen Bezeichnung „Via Nova“ beschrieben: neuer Weg. „Es hat sich gezeigt, dass immer mehr Konsum und immer mehr materieller Wohl­stand das Glück des Menschen nicht steigern können“, heißt es in einem Informations­blatt: Es braucht über alle Grenzen hinweg einen neuen Weg – eine Via Nova – für die Gesellschaft, in der Solidarität, Gerechtig­keit, Bewahrung der Schöpfung und Offen­heit für die Spiritualität ihren Platz haben. Das Logo des Wegs unterstreicht besonders den spirituellen Aspekt. Der aus zwei Teilen bestehende Kreis zeigt, dass Himmel und Erde zusammengehören, der kleine Kreis symbolisiert den einzelnen Menschen, der im größeren Ganzen gehalten ist. Das Gehen versteht sich als Hilfe und Weg, um offen zu werden und eine Verbindung zu den Werten zu finden, die nicht trügen, sondern tragen.