Fürstenzell


Nach Passau (19,9 km)

Nach Ortenburg (22 km)



Wir erwarten die Pilger, die von Ortenburg kommen, am Ausgang des Waldes beim „Vogelsinger“. Der Weg verläuft von hier aus talabwärts am Vogelsinger und Hager vorbei nach Blasen.

Am Ortsende überqueren wir ca. 10 m versetzt die Straße nach Göbertsham und nehmen den leicht bergansteigenden Feldweg nach links. Alsbald treffen wir auf eine Gedenkkapelle. Von hier nehmen wir an der Hecke entlang den Weg zum Ort Göbertsham und überqueren am Ortsausgang die Straße Fürstenzell/Ortenburg. Wir verlassen diesen Weg kurz vor Pfalsau und wenden uns nach rechts, um dem Höhenweg der Wasserscheide zwischen Inn und Donau zu folgen. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Panoramablick nach Ost und West und an Föhntagen nach Süden bis zu den Alpen. Wenn wir die Straße von Ausham nach Dorfbach überqueren, ist Vorsicht geboten, weil der Scheitelpunkt auf einer Kuppe liegt. Auf einem Feldweg steuern wir dann einen markanten Baum im Gelände an. In gerader Richtung verläuft unser Weg zum nächsten Waldrand, dem wir ca. 200 m folgen, bis wir auf einen quer verlaufenden Feldweg stoßen. Auf diesem bleiben wir dann bis zur nächsten Waldspitze. Hier müssen wir uns deutlich nach links orientieren und den Weg durch Wiesen einschlagen. Zur Linken erhebt sich der mit 422 m bislang höchste Punkt unseres Weges.

In der Nähe des Anwesens Hocheck Nr. 5 mündet unser Weg auf die unbefestigte Verbindungsstraße zum ‚Hochecker’. Auch dieses Wegstück erweist sich als ‚Panoramastrecke’; dieses Mal mehr in Nord (Bayerischer Wald) – Süd (Alpen) – Richtung. Auf einer Bank – kurz vor dem Hochecker, sollte man den Blick in Richtung Bad Höhenstadt nicht versäumen.

Wir wandern weiter talwärts und überqueren beim ‚Asam’ die Straße Fürstenzell – Griesbach in Richtung Krottenthal. Nachdem wir eine kleine Anhöhe genommen haben, liegt Bad Höhenstadt vor uns. Wir verlassen das kurze Stück Teerstraße, das wir hier leider benutzen müssen, sobald wir talabwärts die Straßen Höhenstadt – Mitterdorf überquert haben und setzen auf dem jenseitigen Wirtschaftsweg unsere Pilgerfahrt fort.

Auf diesem Wegstück entlang einer Birnbaumallee kommen wir nach Munzing. Auf dem Brummerhof befindet sich eine Hausbibliothek, neben dem Anwesen sehen wir eine Gedenksäule zur 1200-Jahr-Feier von Höhenstadt und ein gut gepflegtes Marterl.

Vorbei an der "Munzinger Linde" mit einer kleinen Mariendarstellung biegen wir unmittelbar vor dem Sportgelände links ab in Richtung Blockhütte (hier befindet sich ein öffentliches WC). Wir nehmen den gut beschilderten Fußweg, der uns entlang des Höhenstädter Baches führt. Hier laden Sitzsteine zu Ruhe und Spruchtafeln zu Besinnung und Meditation ein. Am Ende dieses Fußweges gehen wir nach rechts ins Dorf hinauf zur ehem. Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“. Sowohl diese lädt uns zum Verweilen ein, aber auch die Gedenkstätte für den großen Heimatdichter Wilhelm Diess beim alten Schulhaus, dem heutigen Haus des Sports. Für das leibliche Wohl sorgen zwei Wirtshäuser gegenüber der Kirche.

Wir orientieren uns in Richtung Gadham und folgen der Straße talwärts. Kurz vor der Brücke über den Höhenstädter Bach wenden wir uns ca. 50 m nach rechts, finden eine kleine Holzbrücke und bleiben auf dem Fußweg, der uns bis zur Schwefelquelle begleitet. Am dortigen Pavillon genießen wir eine Erfrischung durch die Schwefelquelle mit Wassertretbecken. Wir setzen unseren Weg durch den Park fort, schlagen auf der Straße nach links die Richtung zur Brücke ein und begeben uns gleich danach nach rechts in den ‚Zauberpark’. Dem Höhenstädter Bach ein kurzes Stück flussaufwärts folgend, erreichen wir einen wunderschönen und mit viel Liebe zum Detail angelegten Naturspielplatz.

Wir verlassen den umzäunten Kinderspielplatz und wenden uns nach rechts zur Holzbogenbrücke, um durch den Hof des Kurhauses/Altenheim zu gehen. Am Ende des Hofes wenden wir uns nach rechts; ca. 20 m bleiben bis zur Straße, in die wir nach links einbiegen und bis zum Ortsausgang (bislang noch ohne Gehweg) benützen müssen.
Bei einem Marterl zur Linken zweigt nach rechts ein Feldweg ab, der uns über den Moosbauer-Hof zum ‚Wallmer’ und nach Reising weist. Der Weg steigt gemächlich bergan. Von der Höhe wenden wir beim Weitergehen den Blick nach rechts zu den stattlichen Haferinger Vierseithöfen. Vor uns sehen wir den Wallmer-Hof, der sich seit langem durch seine Ökoprodukte als ‚Demeter-Hof’ einen Namen gemacht hat. Da wir unmittelbar daran vorbeigehen, lohnt sich auch ein Abstecher in den Hof.

Danach überqueren wir den Aushamer Bach . An der Wegkreuzung unmittelbar darauf, würde der Talweg bachaufwärts zum einstmals sehr geschätzten Bad Pilzweg führen. Wir nehmen jedoch geradeaus den steilen Anstieg zum Reisinger-Hof. Leider müssen wir von hier aus die Asphaltstraße bis nach Fürstenzell nehmen (ein gefahrloser Fußweg parallel zur Straße ist allerdings bereits angedacht!).

Am Ortsrand von Fürstenzell halten wir uns nach links und gelangen über den Eichenweg und den Birkenweg am Altenheim ‚Abundus’ vorbei, bei der Fußgängerampel die Straße überquerend, auf den Marienplatz, an dem sich Kirche, Kloster und Rathaus befinden.

Bei einem Besuch des ‚Dom des Rottals’ sind auf Wunsch Führungen möglich . Für das eigene Erkunden steht ein Kirchenführer zur Verfügung. Ähnliche Momente der Stille und des Auftankens bieten die evanglische Christuskirche und die Kapelle des Klosters der Benediktinerinnen der Anbetung. Ein mittlerweile restauriertes Juwel barocker Baukunst stellt das sog. Salettl dar; demgegenüber befindet sich die einstige Portenkirche. Um diese Schätze angemessen zu würdigen und auf sich wirken zu lassen, empfiehlt es sich wohl, auch in Fürstenzell Quartier zu nehmen. Einschlägige Informationen finden sich in den Daten zur Infrastruktur des Marktes.

Wenn der Pilger seine Wanderschaft fortsetzt, führt ihn der Weg am ehemaligen Maierhof des Klosters vorbei, indem er vom Marktplatz aus ca. 100 m die Holzbacher Straße und von hier den Maierhofweg einschlägt. Auf dieser Strecke kommt er auch an zwei ‚Fenstern’ mit Sinnsprüchen vorbei (Wimmer-Anwesen und Maierhof), die auf seinem weiteren Weg nachklingen können.

Am Mühlbach entlang überquert am Ende der Straße unser Weg über eine Brücke nach rechts den Zeller Bach, dem wir flussaufwärts durch eine Wiesenlandschaft bis zur nächsten Brücke folgen. Hier wenden wir uns auf dem Wirtschaftsweg nach links und wandern zum ‚Aivogl-Hof’. Kurz dahinter stoßen wir auf einen Querweg; nach rechts haltend gelangen wir zur ‚Obermühle’. Hier müssen wir kurz versetzt eine Straße von Fürstenzell nach Ortenburg überqueren und sogleich nach rechts den Wegweiser Scheuereck/Holzbach beachten. Auf der Gemeindestraße durch einen Ortsteil von Scheuereck gelangen wir über Schönberg (von hier auf einem nicht geteerten Gemeindeweg) nach Holzbach. In einem leichten Linksbogen lässt man die wenigen Häuser des Ortes hinter sich und muss sich dann allerdings nach rechts für eine Wegstrecke von ca. 300 Metern auf die Kreisstraße PA 4 begeben. Gegenüber dem Anwesen "Holzhammer" biegt man nach rechts Richtung Schönau ein. Dieser Wirtschaftsweg kreuzt nach etwa 500 Meter einen anderen; wir halten uns nach rechts bergan zum Anwesen "Moser"; von hier aus sind es nur noch wenige Schritte bis wir den Gehsteig, der uns bis Jägerwirth zur Verfügung steht, erreichen. Am Ortseingang (Wegweiser) gelangen wir auf der Dorfstraße (Gasthaus Voggenreiter) direkt zur Kirche. Neben seinen überregional stark beachteten musikalischen Aktivitäten bietet dieser Ortsteil auch einen interessanten Bibelgarten.

Von Jägerwirth aus setzt sich der Pilgerweg zwischen Tankstelle und Wirtshaus über die Kreisstraße hinweg Richtung Obereichet fort. Er verläuft direkt auf den Wald zu, taucht dort ein und wendet sich an der ersten Wegkreuzung (‚Andreas-Kreuz’) nach links. Diese Richtung behält man talwärts bei, bis man nach ca. 1 km auf die geteerte Straße nach Heiligenbrunn trifft; hier wendet man sich nach rechts und steht nach wenigen Schritten in einer Rodungsinsel, in deren Mitte sich eine viel besuchte Kapelle und Quelle befinden. Für beide sollte man sich Zeit nehmen. Die Ruhe und Beschaulichkeit, insbesondere in der Abendstille, findet man wohl erst einige Meter weiter am Waldrand auf einer Bank. Hier kann man sich ausruhen und seine Eindrücke auf dem Pilgerweg durch den Markt Fürstenzell sammeln und ordnen.

Das nächste Wegstück zur ‚Platte’ (hier bietet sich Kost und Logie) führt mit 499 Höhenmetern zwar zum geographisch höchsten Punkt der Gemeinde; dieses Wegstück gehört allerdings bereits zur Strecke, die aus dem Gemeindegebiet hinaus nach Passau-Ingling und dort über den Inn nach Österreich führt.