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Pilgern – und die TV-Kamera war immer mit dabei



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Freyung/CZ Eigentlich ist es wie in den zurückliegenden elf Jahren. Und doch unterscheidet sich die diesjährige Pilger-, Wander- und Kulturreise von Kreuzberg ins tschechische Příbram von den bisher 17 durchgeführten Fußwallfahrten zum heiligen Berg in Böhmen. Die 24-köpfige Gruppe wird auf Schritt und Tritt von einem Filmteam begleitet. Der österreichische Kameramann Josef Sinzinger und Jakob Wünsch, verantwortlich für die Regie, rücken die "Hobbyschauspieler" ins rechte Licht. Mit dem Material entsteht ein 45-minütiger Dokumentarfilm, der von Filmemacher Günther Rauch produziert wird.

"Kamera ab. Ton läuft": Auf die Teilnehmer der 18. Pilger-, Wander- und Kulturreise wartet beim ersten "Beschnuppern" im Wirtshaus Lebzelter in Kreuzberg eine Überraschung. Die Gaststube wird zum Filmset. Die DokArtFilm-Produktion von Günther Rauch aus Aldersbach dreht die ersten Szenen. "Alte Wege und Via Nova. Pilgern durch Landschaft und Kultur", so der Arbeitstitel, erzählt Jakob Wünsch. Für die Regie war der bekannte Mythenforscher noch nie verantwortlich. "Ein völliges Neuland. Dazu bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind", gibt er zu.

Unkomplizierte Lösungen – da wird auch schonmal aus dem Kofferraum herausgefilmt.


Wie jene Teilnehmer, die erstmalig dabei sind, ist er entsprechend angespannt. Organisator Heinrich Vierlinger, wie auch Pilgerführer Franz Uhrmann, er geht der Gruppe in den folgenden sechs Tagen als "Vorweisel", wie der Vorausgehende bei den Altvorderen hieß, sind gelassener. Für sie ist die rund 150 Kilometer Wanderung zu Fuß bereits Routine. Ähnliches gilt für Kameramann Josef Sinzinger. Seit über 25 Jahren ist er im Geschäft. Mit seinem langjährigen Partner Günther Rauch drehte und produzierte er bereits Dokumentar-, Image- und Naturfilme über die Salzsäumer, die Festspiele in Leopoldsreut, über Hohenau, Mauth, den Lusen oder Sacharin-Heiligen und vieles mehr.

Der Doku-Film soll einmal in Orten und Kinos in Niederbayern und Tschechien gezeigt werden.