Mallersdorf-Pfaffenberg


AdresseSteinrainer Straße 8
D-84066 Mallersdorf-Pfaffenberg
E-Mail
Telefon+49 (0) 8772 804551
Fax+49 (0) 8772 757
Mobil+49 (0) 8772 757
Websitewww.mallersdorf-pfaffenberg.de



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Tourist-Informationen / Sonstige Adressen



Attraktionen / Events (jährlich)



Historische Informationen

Mallersdorf war vermutlich ursprünglich ein römisches Castell und hieß früher urkundlich Madilhardisdorf oder Malhartsdorf. Auf dem (Kloster)Berg stand ein Schlösschen, das um 923 n. Chr. der Mathilde von Lupburg, 9. Äbtissin von Niedermünster gehörte. Sie schenkte es später den Grafen von Kirchberg und 1109 wurde es zum Kloster umgebaut. Um 1500 wurde Mallersdorf zur Hofmark ernannt und 1803 wurde das Kloster durch die Säkularisation aufgelöst. Die Blütezeit des Klosters fand dabei zunächst ein jähes Ende. Der Ort Mallersdorf gewann dann jedoch an politischer Bedeutung und wurde Distriktsgmeinde und später Sitz des Bezirks- bzw. Landratsamtes. Am 09.06.1950 wurde Mallersdorf die Bezeichnung "Markt" verliehen.
Im Zuge der Gebietsreform 1971/1972 verlor Mallersdorf den Landkreissitz und damit auch die meisten Ämter.

Pfaffenberg geht urkundlich nachgewiesen ins 9. Jahrhundert zurück und hieß früher Perga. In einer päpstlichen Urkunde vom 30.12.1145 taucht erstmals der Name Pfaffenberg auf und 1272 benannte der damalige Herzog Heinrich Pfaffenberg zum "forum", was Markt bedeutet. Seither ist Pfaffenberg auch als Gerichts- und Schrannenort belegt. 1626 und 1634 ist der Ort zweimal niedergebrannt.


Sehenswürdigkeiten

Das Kloster Mallersdorf
1109 kamen aus dem Benediktinerkloster Michelsberg in Bamberg fünf Mönche nach Mallersdorf. Die Grafen von Kirchberg hatten sie gerufen und ihnen das Schlösschen Madilhardisdorf als Sitz einer neuen Abtei übergeben. Erster Abt wurde der später als Selige verehrte Mönch Burkhart (Purchard) aus dem adeligen Geschlecht der Freiherrn von Wildenfels (1109 - 1122), nachdem auch das örtliche Burkhart-Gymnasium benannt ist.
Das Kloster entwickelte sich in der ländlichen Umgebung von Mallersdorf im 12. und 13. Jahrhundert zu einem kulturellen Mittelpunkt und bedeutenden geistlichen Zentrum, das sich als Bildungsstätte einen guten Namen erwarb, der weit über das Labertal hinaus reichte. Im 17. Jahrhundert trug das Kloster sogar den Ehrentitel "Sitz der Weisheit".
1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation verstaatlicht und Gebäude sowie Besitztümer wurden versteigert oder regelrecht verschleudert. Die Mönche mussten die Abtei verlassen und in einem Teil der Klostergebäude richtete der Staat Rentamt, Amtsgericht und Gefängnis ein. Der Rest kam in Privatbesitz.

1869 suchte die Schwersterngemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, die in Pirmasens 1855 durch Pfarrer Dr. Paul Joseph Nardini (2006 selig gesprochen) gegründet wurde, in Bayern ein neues Mutterhaus. Man kaufte den in Privatbesitz befindlichen Teil und siedelte nach Mallersdorf über. 1913 konnte man die restlichen Gebäude der ehemaligen Benediktinerabtei käuflich erwerben, ausbauen und modernisieren.

Mallersdorf wurde zum Mittelpunkt der "Mallersdorfer Schwestern", die außer in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auch in Rumänien (seit 1864) und Südafrika (seit 1955) in derzeit rund 60 Niederlassungen unter dem Leitspruch "Caritas Christi urget nos - Die Liebe Christi drängt uns", segensreich wirken. Rund 500 Schwestern leben in Mallersdorf.

Über 900 Jahre ist es her, seit an diesem Ort fast ununterbrochen Klosterangehörige zur Ehre Gottes und zum Wohl der Mitmenschen wirken. Markt, Landkreis und Kloster feierten dieses Ereignis im Jahre 2009 mit einem großen Jubiläum.

Das Kloster mit seinen Einrichtungen und Betrieben kann nach vorheriger Anmeldung auch besichtigt werden. Infos und Kontakt unter:
Kloster Mallersdorf, Klosterberg 1, 84066 Mallersdorf-Pfaffenberg
Tel. ++49 (0) 8772 69-00
Wir bitten um Verständnis, dass eine Übernachtung im Kloster Mallersdorf nicht möglich ist. Angrenzend befindet sich jedoch das Gasthaus "Klosterbräustüberl", wo Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- und Doppelzimmern zur Verfügung stehen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Ganzjahreskrippe im Nardinihaus beim Kloster
Nardini-Gedenkraum im Kloster
Pfarrkirche St. Johannes in Mallersdorf, ehemalige Benediktinerklosterkirche, mit Ignaz-Günther-Hochaltar
Pfarrkirche St. Peter in Pfaffenberg, mit Gebhardt-Deckengemälde
Pfarrkirche Mariä Opferung in Westen, der sog. "Dom des Labertales"
Bonifatius-Denkmal am Friedhof Niederlindhart-Westen
Bonifatius-Brunnen in Oberlindhart
Jüdisches Ehrenmal bei Steinrain
Brünnlkapelle in Pfaffenberg
Wallfahrtskapelle "Maria Hilf" (Richtung Oberellenbach)
Zollhof in Pfaffenberg (direkt neben der Kirche)

Rad- und Wanderwege
Die naturbelassene Landschaft lädt zu gemütlichen Spaziergängen und Radtouren ein. Der Labertal-Radwanderweg führt vom Landkreis Landshut kommend bis nach Straubing. Dort schließt der Donau-Radweg an. Im Landkreis Landshut grenzt der Isar-Laber-Radweg an. Radfahrer müssen am Labertal-Radwanderweg keine nennenswerten Steigungen bewältigen. Die Rückfahrt ist auch mit der Gäubodenbahn an verschiedenen Haltepunkten möglich.


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