Diskussionsforum
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Erik Arlt
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Erfahrungsbericht Streckenteil Munderfing bis St. Wolfgang
geschrieben am: 2006-10-16 19:13:52
Europäischer Pilgerweg Via Nova -
Abschnitt Munderfing am Kobernaußerwald bis St. Wolfgang am Wolfgangsee 1.Tag: Munderfing bis Mattsee (26,3 km): meist sehr flache Strecke über Schotterstraßen und kaum befahrene Nebenstraßen anfangs ohne besondere Höhepunkte, Mittagspause mit Einkehrmöglichkeit bietet sich in Lochen an, landschaftlich schön wird es, sobald man bei der wunderschönen kleinen Kirche in Gebertsham (unbedingt besichtigen!) den Mattsee erblickt, dann noch eine gemütliche Wanderung leicht bergab durch schönen Mischwald bis nach Mattsee, wo es reichlich Nächtigungs- und Einkehrmöglichkeiten gibt. Den schönen Ort, der zwischen drei Seen liegt (Mattsee, Obertrumersee, Grabensee) sollte man sich auf jeden Fall noch etwas ansehen. 2.Tag: Mattsee bis Mondsee: (35,5 km) Man streift das Naturschutzgebiet bei den drei Egelseen, es wird etwas hügeliger als am ersten Tag und hat bei guter Sicht laufend herrliche Ausblicke auf die Bergwelt im Süden zwischen Schafberg, Watzmann und später auch auf den Dachstein. Mittags haben wir uns im urigen Greischbergerhof - Toni´s Bauernschenke in der Ortschaft Pfongau gestärkt. Den Weg nach Mondsee haben wir dann über die Wegvariante entlang des Ostseite des Irrsees gewählt. Im Wiederholungsfall würde ich allerdings die andere Wegmöglichkeit über den Kolomansberg wählen, um nicht die ganze Etappe auf Asphalt gehen zu müssen. Denn die letzten zwei Stunden nach Mondsee waren schon etwas mühsam. So wie Mattsee ist auch der Ort Mondsee absolut sehenswert und bietet zahllose Unterkünfte und beste Möglichkeiten für ein ausgezeichnetes Abendessen. 3.Tag: Mondsee bis St. Wolfgang: (20,3 km) Es geht der westlichen Seeseite entlang, vorbei an der imposanten Drachenwand, zunächst abseits des Sees bzw Bundesstrasse, später einige Kilometer direkt neben der Straße, bis bei Scharfling der Weg nach Süden über einen Sattel zum Wolfgangsee schwenkt. Hier beginnt der schöne Streckenteil auf dem alten Pilgerweg über den Falkenstein, bei dem es zwar 250 Höhenmeter zu überwinden gilt, aber wo man mit herrlichen Ausblicken auf den Wolfgangsee (Wegvariante "Aberseeblick") und vielen Informationen über das Leben des Heiligen Wolfgangs (Falkensteinkirche, viele Schautafeln) belohnt wird. Dann geht es zügig runter nach St. Wolfgang, wo man natürlich unbedingt die schöne Wallfahrtkirche besichtigen muss. Allgemeines: Anfang und Endpunkt der Wanderung sind bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Westbahnstrecke aus erreichbar, daher ist man auch vom Auto völlig unabhängig: Munderfing: umsteigen in Steindorf bei Strasswalchen in den Regionalzug bis zum Haltestelle Munderfing Dampfsäge. St. Wolfgang: Postbus bis Bad Ischl, von dort mit dem Zug bis Attnang/Puchheim. Ich rate zu leichtem und gut gedämpften Schuhwerk (viel Asphalt). Die Strecke ist zumeist ausgezeichnet beschildert, nur bei Neumarkt am Wallersee haben wir uns kurzzeitig etwas verirrt, weil wir die Markierung verloren hatten. Anscheinend stimmt die Beschilderung nicht mit Streckenführung auf den downloadbaren Karten auf der Homepage zusammen ------------------------------------- Freundliche Grüße, Erik ARLT 4621 Sipbachzell/OÖ |
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Annemarie Pichler
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Antwort vom: 2006-10-30 13:30:55
Sehr geehrter Herr Arlt! Im Namen aller Pilger ein herzliches "Dankeschön" für Ihre prägnante und einfühlsame Wegbeschreibung. Ich hoffe, Ihr Beispiel macht Schule und es finden sich noch andere Menschen, die Ihre Erfahrungen auf der VIA NOVA weitergeben. Wir freuen uns natürlich auch über stimmungsvolle Fotos, die wir gerne bei Gelegenheit zusammen mit geeigneten Pressemeldungen veröffentlichen. Dieses Angebot gilt übrigens an alle, die den Blick für die kleinen, aber wahrhaftigen Dinge am Wegesrand noch nicht verloren haben.
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H. Flotzinger
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Antwort vom: 2006-10-31 20:17:56
Zum Wegabschnitt Neumarkt-Pfongau -Mondsee möchte ich ergänzen, dass die Route über den Kolomansberg nur bei sehr schönem, trockenem Wetter zu empfehlen ist. Es gibt dort Nässe und Gatsch, einige Steigungen und ebenso auch wieder steil bergab. Eine gut begehbare Variante ist eine Forststrasse unterhalb, die diese nassen und steilen Stellen nicht hat.
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