Aidenbach


AdresseMarktplatz 18
D-94501 Aidenbach
E-Mail
Telefon08543/96030
Fax+49 (0) 8543-960330
Websitewww.aidenbach.de



Attraktionen / Events (jährlich)

In die Geschichte eingegangen ist Aidenbach durch die dramatischen Ereignisse des Spanischen Erbfolgekrieges. Am 8. Januar 1706 fand hier im Rahmen des Bayerischen Volksaufstands von 1705/06 die Schlacht von Aidenbach statt, die den letzten Widerstand der gegen die österreichische Besatzung revoltierenden bayerischen Bauern und Handwerker brach. Es gab etwa 4.000 Gefallene. An jedem 8. Januar wird mit einem Fackelzug zum Denkmal am Handlberg der gefallenen Freiheitskämpfer gedacht.

Traditionell findet alle 2 Jahre in den Sommermonaten Juli und August das Freilichtspiel "Lieber bairisch sterben... Aidenbach 1706" zur Erinnerung an die verlorene Bauernschlacht statt. Bis zu 150 Laiendarsteller gestalten das Freilichttheaterstück und den vorausgehenden historischen Bauernmarkt. Seit 1994 von der Gemeinde Aidenbach organisiert, hat 2007 der "Kultur- und Festspielverein Aidenbach" die Veranstaltung des Freilichtspiels übernommen.


Sonstiges / Wissenswertes

Zeitreise: Anknüpfend an die Geschichte des Ortes lädt Aidenbach zu einer Zeitreise ein. Der "Freiherr von Gemmel", eine Figur aus dem Aidenbacher Freilichtspiel, erzählt im historischen Kostüm die Geschichte der "Schlacht bei Aidenbach". Ort der Besinnung ist das Denkmal auf dem Handlberg, wo die historischen Ereignisse auf geschichtsträchtigem Boden erklärt werden. Größeren Gruppen wird alternativ dazu eine Geschichtspräsentation im Lesesaal des Rathauses angeboten, die mit Bildern durch die tragische Geschichte des bayerischen Freiheitskampfes bis zu seinem blutigen Ende in der "Schlacht bei Aidenbach" führt.

St. Agatha-Kirche: Geschichtliche Besonderheiten hat auch die katholische St. Agatha-Kirche aufzuweisen, wie den ungewöhnlichen Kirchturm oder die besondere Glocke von 1707, die zum Gedenken an die Opfer der Bauernschlacht "nach jeder Wandlung einen Vater unser lang" geläutet wird. Die Pfarrkirche wurde 1900 an Stelle der beschädigten alten Kirche als Staffelhallenkirche im neugotischen Stil neu erbaut. Bei späteren Renovierungsarbeiten wurde Seitenaltäre entfernt, die Säulen weiß übertüncht, die Darstellungen der heiligen Agatha oben im Mittelschiff überstrichen. Der Kirchenraums erinnert deshalb in seiner heutigen Ausgestaltung an die schlichte Einfachheit romanischer Kirchen. Diese Schlichtheit der Kirche lädt Pilger zu einer individuellen Besinnung und Andacht ein. Gruppen, die dies wünschen, erteilt nach Rücksprache Pfarrer Robert Rödig den Pilgersegen.
Die Kirche liegt am oberen Ende des Marktplatzes. Von der katholischen Kirche aus führt der Via-Nova-Weg weiter über das Denkmal auf dem Handlberg nach Neustift. Vom Marktplatz aus kann das Denkmal in einem kurzen Fußmarsch von etwa zehn Minuten erreicht werden.

Kreuzkirche: Schlicht und einfach ist auch die evangelische "Kreuzkirche" gestaltet. Aber in ihrem Kirchenraum verbirgt sie einen Schatz: die Gemälde von Friedemann Liebisch. Die "Kreuzkirche" bietet mit den modernen Bildern des Aidenbacher Künstlers zeitgemäße christliche Symbolik im Gegensatz zur gegenständlichen, klassischen Darstellung in anderen Kirchen. "Jedes Bild ist eine Predigt!", hat einmal ein Besucher gesagt. Angemeldeten Gruppen bietet das Pfarramt eine Interpretation der Gemälde durch die Pfarrerin Dr. Tanja Schultheiß an. Für eine Nachbesinnung steht Pilgern der Gruppenraum neben dem Kirchenraum zur Verfügung.

Die Kirche kann vom Marktplatz aus auf einem bequemen Weg in einem kurzen Fußmarsch von wenigen Minuten erreicht werden. Wenige Minuten entfernt ist das Hallenbad, wo sich müde Pilger von Herbst bis Frühjahr erfrischen können.
Stempel-Stationen

Den Via Nova - Stempel von Aidenbach kann man über Pfarrer Robert Rödig (Katholische Kirchengemeinde) oder Pfarrerin Dr. Tanja Schultheiß (Evangelische Kirchengemeinde) bekommen. Werktags zu den allgemeinen Öffnungszeiten auch im Rathaus (im Einwohnermeldeamt im Erdgeschoss), in der Mittagspause im Andenkenladen "Sparfuchs" (direkt hinter dem Bauernkämpfer-Denkmal am Marktplatz).